Besucherzentrum Mallnitz des Nationalpark Hohe Tauern

Steinwild in den
Hohen Tauern


Der Alpensteinbock zählt zu den emblematischen Tieren der Hohen Tauern. Das Wissen um die Lebensweise des "Königs der Alpen" weist aber immer noch Lücken auf, die Nationalpark und Projektpartner Stiegl mittels intensiver Forschungsarbeit zu schließen versuchen.


Steinwild in den Hohen Tauern

Im vergangenen Jahrhundert war der Alpensteinbock fast vollständig aus den Hohen Tauern verschwunden. Erst intensive Bemühungen führten zur Wiederansiedlung der heute stabilen Population, die Gegenstand intensiver Forschungsarbeit ist. Wissenschaftliche Untersuchungen nehmen sich etwa der genetischen Vielfalt der Population an, die trotz laufender Freilassung von Tieren unterschiedlicher Herkunft nach wie vor gering ausfällt.

Durch den Klimawandel und das entsprechend veränderte Nahrungsangebot wandelt sich aber auch das Raumverhalten der imposanten Wildtiere – ein Phänomen, das im Nationalpark Hohe Tauern ebenfalls seit längerer Zeit wissenschaftlich untersucht wird. Um entsprechendes Datenmaterial zu erhalten, wurden 2017 erneut vier Steinböcke besendert und drei weitere Tiere sichtmarkiert. 

Einen dritten Schwerpunkt der Erforschung des Steinwilds bildet die Untersuchung der Räudeerkrankung, die durch Milben übertragen wird. Da diese ohne Wirtstier nur beschränkte Zeit überlebensfähig sind, besteht eine Angewiesenheit, die den Träger über längere Zeit davor bewahren dürfte, selbst zu erkranken. So belegte ein aktuelles Forschungsprojekt, dass rund 60 % der als gesund angesprochenen Gämsen und Steinböcke, die außerhalb der Naturzone erlegt wurden, Milben trugen. 

Die intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Steinwild umfasst außerdem die Vermessung von Gehörnen, die Aussagen über die Populationsentwicklung ermöglicht. Dank geförderter Projektarbeit konnten bislang schon 498 Steinbockgehörne entsprechend analysiert werden.

 

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